Das erste Rügen International Film Festival liegt nun hinter uns.

Als Partnerhotel haben wir tolle Personen beherbergen dürfen. Unter anderem Schauspielerin Jessica Schwarz und Festivalchef Alexander Ris.

Hoch oben auf unserem Hoteldach präsentierte unser Direktor Peter Schwarz den atemberaubenden Ausblick. Schnell waren sich alle einig, dass man eine Rutsche vom Dach zum Strand installieren sollte.

Anschließend erzählte Herr Schwarz von der spannenden und „mystischen“ Geschichte des Hotels im Wandel der Zeiten. Da durfte eine Besichtigung der „geheimen“, alten Dachsauna nicht fehlen. Nach Erzählungen sollen Erich Honecker, Fidel Castro und Leonid Iljitsch Breschnew die letzen Saunagäste gewesen sein.

Wir sollten über eine Verfilmung der Geschichte des Cliff Hotel Rügen nachdenken…

 

 

Putbus. Die Preisträger für das Rügen International Film Festival stehen fest. Auf der Preisverleihung im Theater Putbus wurde am Samstagabend der dänische Wettbewerbsbeitrag „Across The Waters“ mit dem Hauptpreis „Sophia“ geehrt. Der Film entstand 2016 unter der Regie von Nicolo Donato.

Der von der Ostsee-Zeitung gestiftete Preis ist mit 7500 Euro dotiert. Die Preisfigur, eine auf einer Filmdose sitzende Eule, wurde von dem Bildhauer Thomas Jastram geschaffen.

Der vom mecklenburgischen Verband für Filmkommunikation gestiftete „Findlingspreis“ ging an den polnischen Film „Father 0“, der in der Festivalreihe „Local Heroes“ lief. Das Kaufhaus Stolz stiftete den mit 2000 Euro dotierten Preis „Leben am Wasser“. Diesen erhielten  Schüler der Altenkirchener Schule „Windland“ für ihren Film „Die Fischer auf Rügen – ein Beruf im Wandel der Zeit“

Den Publikumspreis erhielt der bereits auf vielen Festivals gefeierte deutsche Wettbewerbsbeitrag Freddy/Eddy. Der von der jungen Regisseurin Tini Tüllmann im vergangenen Jahr gedrehte Streifen verlegt das Dr. Jekyll and Mr. Hyde – Thema in die Idylle der bayerischen Tegernseeregion.

Der dänische Wettbewerbsbeitrag „Across the Waters“ widmet sich einem dunklen Kapitel der Geschichte des 20. Jahrhunderts. 1943 beginnen die Deutschen auch im bisher sicheren Dänemark mit der Verfolgung der Juden. Der Jazz-Musiker Arne schafft die Flucht in letzter Sekunde. Doch wie kommt er mit seiner Familie über die Ostsee ins sichere Schweden? Die packend inszenierte Geschichte über Flucht und Kollaboration, Verrat, Vorteilsnahme, Widerstand und Solidarität wirft ein Licht auf ein ­filmisch bisher wenig bearbeitetes Kapitel dänischer Geschichte.

„Father 0“ ist ein fast dokumentaristisch anmutender Film, den Kinder eines Heimes im polnischen Ort Trzebiez am Stettiner Haff gedreht haben. Rauchen, Abhauen, Liebe, Punk, Rap und Mobbing – ihre Lebenswirklichkeit im Heim, ihre Träume und Hoffnungen bestimmen diesen Film.

Mit „Die Fischer auf Rügen – ein Beruf im Wandel der Zeit“, haben die Schüler der Altenkirchener Windlandschule sich mit dem Beruf des Fischers auseinandergesetzt und mit den schwierigen politischen, wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen, unter denen Fischerei auf der Insel heute stattfindet. Unterstützt wurde diese Arbeit durch die Stralsunder Medienwerkstatt „Identity Films“.

Tini Tüllmanns ohne Filmförderung produzierter Film „Freddy/Eddy“ hat trotz seiner Erfolge auf Festivals bislang noch keinen Verleih gefunden. Zumindest die Festivalgäste, die ihn auf Rügen sahen, konnten das nicht verstehen.